Endodontologie

Praxisschwerpunkt ZÄK Nordrhein

Patientenfall nach freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung - hier sehen Sie die Eingangsaufnahme, wobei eine Wurzelbehandlung nicht bis zur Spitze reicht, während der Nachbarzahn nicht annähernd abgefüllt wurde. Nach Entfernung allen Materials aus den infizierten Kanälen haben wir die Behandlung erneut begonnen...

...und nach circa zwei Monaten und mehreren medikamentösen Einlagen erneut und bis zur Wurzelspitze durchgeführt. Der Erfolg ist in einer Röntgenaufnahme auch für einen Laien sichtbar, denn man kann die weißliche Füllung im Kanal bis zu den Wurzelspitzen eigens verfolgen. Somit ist die Behandlung vorerst erfolgreich abgeschlossen. Dies kommunizieren wir offen mit Ihnen und zeigen bzw. stellen Ihnen alle Röntgenaufnahmen zur Verfügung.

Auf dem Gebiet der Endodontologie (Wurzelkanalbehandlung) haben wir uns spezialisiert, da es unserer Philosophie Rechnung trägt und Ihren eigenen Zahn erhält. Unter Verwendung von modernen Verfahren wie der endometrischen Längenmessung (bestimmt die notwendige Länge der Wurzelfüllung ohne Röntgenbilder anfertigen zu müssen!) sowie der Lupenbrille, heben wir uns von den Richtlinien der gesetzlichen Behandlung ab.

Bestätigt wird uns dies mit einer überdurchschnittlichen Erfolgsquote. Wichtig hierbei ist nicht nur die Spülung des Zahnes, sondern auch der dichte Verschluss im Anschluss an die Aufbereitung. Hierbei kommt ein thermoplastisches Verfahren zum Einsatz. Die Wurzelfüllung wird erhitzt und somit formbar und schmiegt sich der Kanalanatomie gut an. Nach Erkalten ist der Kanal verfüllt. Daraufhin folgt eine meist vorläufige Compositefüllung.

Es ist anzuraten, derart behandelte Zähne nach erfolgreicher Abschluss der Behandlung zu überkronen, da das notwendige Aushöhlen unter der Behandlung zu einem Stabilitätsverlust führt, der durch die circumferente Umschließung einer vorzeitigen Fraktur und somit dem Verlust des Zahnes entgegenwirkt. Deshalb fordert die Krankenkasse nach 6 Monaten ein Röntgenbild (Behandlungserfolgskontrolle).

Die Behandlung mittels Laser, die oftmals angepriesen wird, lehne ich grundsätzlich ab - da keine Studie zu dem Ergebnis kommt, dass bei der Verwendung desselben eine höhere Erfolgsquote für den Zahn resultiert. Außerdem hat Hitzeentwicklung auf engem Raum in lebendigem Gewebe und somit mit einem Temperaturanstieg über 40 Grad eine knochenauflösende Wirkung. Die Möglichkeit mittels Softlaser den Kanal zu "sterilisieren" ist ebenfalls nicht überlegen. Der einzige Laser, der nachweislich eine Verbesserung darstellt, ist der Fotona PIPS Laser; und dies auch nur, weil er die zur Kanaldesinfektion benutze Spüllösung nicht erhitzt, sondern ähnlich dem Ultraschall verteilt.